Das Boot
von Mats
Das Boot Von Mats Christopher Althaus
Teil 1
Ein schöner Tag auf der Insel Micell ging zu Ende. Sie lag in der Karibik. Sie besaß einen großen Berg, auf dem ein Einsiedler lebte. Er hieß Gerald. Er ermordete jeden, der sich auf seine Insel wagte. Von Beruf war er Erfinder. Er liebte es, die Leute an der Nase herumzuführen und sie aufs Glatteis zu bringen. Weil er oft verrückte Sachen, zum Beispiel ein ferngesteuertes Mikro-U-Boot baute, das er jemandem in die Adern setzen konnte baute, wurde er für verrückt erklärt. Tausende Leichen von Abenteurern kann man noch heute sehen. Bis er sich bei einem physikalischen Versuch selbst in die Luft sprengte. Doch als ob er gewußt hätte, dass er bei diesem Versuch umkommen würde, hinterließ er in seinem unterirdischen Reich ein Testament.
Heute versucht ein Team des Geheimdienstes heraus zu bekommen, was dieses Testament beinhaltet. Der amerikanische Geheimdienst erfährt zuerst davon, doch auch bei anderen Geheimdiensten ist etwas durchgesickert. Peter Hawks Eagle wird für dieses Unternehmen auserwählt. Er geht zum Chef des Geheimdienstes. „Sie haben gerufen Sir? “,fragt Peter. „Ja“, sagt der Chef. Er heißt Mr. X. Sie sind unser bester Agent. Sie wurden auserkoren für eine äußerst heikle Mission. Mr. X, ein muskelbepackter Mann mit Zigarre im Mund erklärt. Ein gewisser Gerald, ein Einsiedler sprengte sich bei einem physikalischen Versuch selbst in die Luft. Vor seinem Tod jedoch hatte er ein geheimnisvolles Testament geschrieben. Finden sie es und stellen sie fest, was es mit diesem Testament auf sich hat. Morgen früh fliegen sie in die Karibik. Ach und finden sie auch heraus, woran der Erfinder zuletzt arbeitete. In der Ausrüstungsabteilung können sie sich noch ein paar „Spielzeuge“ mitnehmen. Also geht Peter in die besagte Abteilung. Peter war ein kräftiger, mittelgroßer Mann im Safarihemd. Als er an die Tür klopft, schnarrt eine Stimme: Passwort! „Haizyklop“, sagt Peter. „ Dann kommen sie rein.“, meinte die Stimme deutlich freundlicher. Also betrat Mr. Eagle, wie er im Geheimdienst genannt wurde, die Abteilung. „Haben sie was neues Frank?“ Frank Dieter war der Abteilungsleiter und auch Erfinder. „Ja“. Zum Beispiel diesen Minilaser in Form einer Uhr. Oder dieser aufgemotzte Toyota Land Cruiser. Er ist höhergelegt worden, hat ein neues Fahrwerk von Trail Master, er kann schwimmen, hat eine Seilwinde und Zusatzscheinwerfer und so weiter. Auch nicht zu verachten ist dieser eigens von mir entwickelte Spezialhubschrauber, der ebenfalls fahren und schwimmen kann. Ein echtes Sahnestück ist auch ein als Limousine getarntes U-Boot. „Ich konnte mich gar nicht daran satt sehen wie die anderen geguckt haben als ich einfach mit dem Auto ins Wasser gesprungen bin, abgetaucht und danach einfach wieder an Land gefahren bin. Ach diese Probefahrt war herrlich.“ Oder ein Kugelschreiber, der auf Knopfdruck zur Ultraschallpfeife wird. Gemeinsam gehen wir weiter durch die Hallen. Links sehen sie einen Versuch mit einer Pfeife, die wenn man sie anzündet einen Rauchvorhang bildet und der Agent kann verduften. Hier sehen sie einen schusssicheren Badeanzug. Das gibt es neues. „Schön. Das Auto den Hubschrauber und das U-Boot kann ich brauchen. Die übliche Ausrüstung wie immer und die Laseruhr. Außerdem brauche ich den digitalen Dietrich den sie mir neulich gezeigt haben. Das wäre dann alles.“ „ Gut.“ „Wir sehen uns dann.“ „Bis dahin viel Glück.“ Nun ging Peter nach Haus. Er stieg in seinen Iveco Pick-up und fuhr nach Hause. „So ein Scheißwetter!“, fluchte Peter. Es regnete in Strömen. Quietschend und mit blockierenden Reifen fuhr Peter zu seiner Wohnung in einem heruntergekommenen Stadtteil in San Francisco. Die gesamte Straße war von unerschrockenen Jugendlichen verschönert worden. Leere Bierflaschen waren auf dem Bürgersteig verstreut. Jetzt war er an seiner Wohnung angelangt. Er stieg aus dem Auto und ging schnell bis zur Eingangstür. Seine Wohnung war im Erdgeschoss. Er schloss die Tür auf und hängte seine Jacke an den Kleiderhaken. Er setzte sich in seinen Massage- und Fernsehsessel und schaltete den Fernseher ein. Es kam gerade ein Krimi. Er nahm sich eine Dose Cola und einen Müsliriegel, schaltete den Massagesessel ein und lehnte sich zurück. Er schaute mit Vergnügen zu, wie einer nach dem anderen erschossen wurde. Nach 15 Dosen Cola und 4 Stunden Fernsehen ging er schlafen. Er legte sich wie üblich seinen Revolver unter das Kopfkissen. Bald schlief er ein. Doch plötzlich regte sich etwas. Am Fenster war ein leises knacken zu hören, bevor es aufgeschoben wurde. Eine finstere Gestalt stieg ins Wohnzimmer schlich leise zum Bett und stellte dort einen kleinen Glaskasten zum Bett. In dem Glaskasten war ein Skorpion! Er wollte doch wohl etwa nicht....... Doch, er tat es. Er schob langsam dem Deckel zur Seite und das Skorpion krabbelte heraus. Langsam schob er sich über sie Bettdecke. Doch durch Zufall wachte Peter auf und sah den Skorpion. Sofort sprang er aus dem Bett. Es war mittlerweile auf dem Kopfkissen. Mit dem Revolver zielte er auf den Skorpion. Er drückte ab. Der Schuß hallte durch das Wohnzimmer. Treffer! Der Skorpion lag tot auf Peters Kopfkissen. „Franco Cortesi!“, zischte er. Der Rest der Nacht verlief ohne ungebetene Besucher. Am nächsten Morgen stand er um 5 Uhr auf, reckte sich stellte den Wecker aus und stieg aus dem Bett. Er putzte sich die Zähne. Er duschte sich und zog sich an. Danach packte er seine Koffer. Er schleppte sie zu seinem Pick-up und fuhr los zum Flughafen. „Hoffentlich verläuft der Flug ungestört“, dachte er. Er war gespannt, was Mr. X für eine Maschine organisiert hatte. Doch als er sah, was dort für eine Maschine stand, lief es ihm eiskalt den Rücken hinunter. Ein fünfzig Jahre alter, umgebauter Doppeldecker stand auf der Startbahn. Er war komplett verrostet und Peter konnte sich wahrlich nicht vorstellen, dass dieses Ding fliegen sollte. Er fragte den Piloten: „Fliegt dieses Teil auch?“ „Manchmal fliegt es und manchmal fliegt es nicht. Mal ganz unter uns: Wenn es fliegen würde, dann wäre es das erste Mal.“ Peter war schockiert. Also dann. „Alles einsteigen!“, brüllt der Pilot durch ein Megafon. „Wenn ich von dieser Expedition zurückkehren werde, kriegt Mr. X was zu hören. Nun stieg er in den alten Doppeldecker. Es knatterte und krachte, als sich der Doppeldecker in Bewegung setzte. Er sagte: „Das wird wohl nichts mit einem ruhigen Flug.“ Diese Worte waren berechtigt. Der Doppeldecker brauchte allein vier Startversuche um in die Luft zu kommen. Und sehr wohl war Peter dabei auch nicht. Nach zehn unruhigen Flugstunden landeten sie. Er stieg aus und sah sich gerade nach einem Taxi um, als ihn plötzlich jemand antippte. Er drehte sich blitzschnell um und zog eine Pistole aus dem Jackett. Hinter ihm stand eine Frau. Sie hatte blonde Haare und war recht groß. Sie stellte ebenfalls sich als Agentin des amerikanischen Geheimdienstes vor. Sie hieß Angelika Flanders.
„Wenn das so ist“, meinte Peter. Gerade da kam ein Taxi. Sie stiegen ein und fuhren bis zum nächsten Hafen. „Was suchen wir hier?“, fragte Angelika. „Ein Boot“, sagte Peter. Anderswo auf einem Hausdach saß Franco Cortesi. Ein Agent des englischen Geheimdienstes. Er beobachtete Peter. „So, so“, schmunzelte er. „Sie suchen also auch das Testament.“ „Aber nicht mehr lange“, lachte er und zog einen Revolver hervor. Peter und Angelika hatten inzwischen ein Boot gefunden. Es war ein kleines Motorboot. Angelika fragte: „Damit willst du doch nicht zur Insel fahren, oder?“ „Nein“, sagte Peter. „Wir täuschen nur vor, das wir zur Insel fahren.“ Franco hatte alles mit dem Fernglas verfolgt. „Dann werde ich mich auch mal auf die Suche machen.“, meinte er. Auch er mietete sich ein Boot und fuhr ebenfalls hinaus. Er merkte jedoch nicht, das Peter und Angelika bereits wieder im Hafen anlegten. „So, dann kümmern wir uns jetzt ernsthaft um das Testament. Mr. X wollte das U-Boot in diesem Gebäude verstecken. Also los. Sie gingen auf ein Gebäude mit Einer Garage zu. „Hier muss es sein.“, meinte Angelika. Sie schoben das schwere Garagentor zur Seite und gingen in das Gebäude. „Ich seh` nur eine Limousine.“, sagte Angelika. „Das ist es“, klärte sie Peter auf. „Gute Tarnung was?“ Sie stiegen ein und fuhren zu der Stelle, wo man die Boote ins Wasser lässt. „Guckt gerade keiner? Gut, dann los!“ Langsam fuhr Peter das Auto ins Wasser. Er legte einen Hebel um und aus dem Kofferraum fuhren zwei Propeller aus. Die Stoßstange klappte nach unten und ein Ruder schob sich heraus. „Dann wollen wir mal“, lachte Peter. Doch kaum hatten sie den Hafen verlassen, sahen sie 4 andere U-Boote der Marine. Das sieht nicht gut aus. In diesem Moment meldete sich das Funkgerät krächzend. Es übermittelte diese Nachricht: Gebt die Suche auf, andernfalls seht zu, wie ihr euch rettet. Angelika funkte zurück: Schon gut, schon gut ihr habt gewonnen. Wir geben auf. Also drehte Peter bei und sie fuhren (Allerdings an der Oberfläche) zurück zum Hafen. Doch als sie dort ankamen, wartete dort bereits das gesamte Militär auf sie. In einem Panzer wurde eine Luke aufgestoßen und ein kleiner Mann krabbelte heraus. „Guten Tag, ihr kennt mich sicherlich schon. Mein Name ist Franco Cortesi.“, schmunzelte der kleine, ziemlich dick geratene Mann. Er hatte einen breiten Schnauzbart und eine große Brille auf der Nase. „Ihr glaubt doch wohl nicht, das wir euch abnehmen daß ihr euch das Testament durch die Lappen lassen gehen wollt.“ „Mist!“, stieß Peter hervor.
Das Boot
Teil 2 Peter überlegte fieberhaft, wie sie sich aus dieser scheinbar aussichtslosen Situation befreien könnten. Über ihnen kreisten Jets der Armee. Die einzige nicht bewachte Seite war die Kaimauer. Durch Zufall lag dort ein kleines Motorboot. Er sagte zu Franco Cortesi, der sie immer noch mit der Pistole bedrohte: „Ist das ein neues Modell? Wo ist denn da der Bolzen?“ „Wie? Welcher Bolzen?“, stammelte der durcheinandergebrachte Cortesi. Darauf hatte Angelika gewartet! Blitzschnell schlug sie Cortesi die Waffe aus der Hand und sie sprangen in das Boot. Peter ließ den Motor aufheulen und sie fuhren mit Höchstgeschwindigkeit aus dem Hafen. „Na bitte, geht doch“, witzelte Peter. „Jetzt ist nicht der richtig Moment dafür“, sagte Angelika energisch. „Überlege dir mal lieber, wo wir jetzt hinfahren sollen.“ Das tat Peter bereits. „Sieh, jetzt kommt schon die Marine“, informierte sie Peter. „Gut, dann fahre ich auf die auf das Riff dort vorne zu. Wir passen da durch, aber die da hinten mit ihren dicken Flaggschiffen nicht.“, lachte Peter. Allerdings wissen die beiden nicht, dass hinter den Riffen zwei andere Schiffe warten. Nicht von der Marine. In den Booten saßen die Leute des türkischen Geheimdienstes. Sie hielten sich bereit, um das Boot zu entern. Ihre Boote waren mit Maschinengewehren, Granaten, Wasserbomben und Maschinenpistolen ausgerüstet. Ein Funkgerät auf dem Boot links von den Klippen krächzte: Haltet euch bereit! Und wehe, ihr versaut es! „Harte Umgangssprache was?“, lachte ein Soldat. „Pass auf was du sagst, sonst mach ich kurzen Prozess mit dir!“, schnarrte ein anderer Soldat. „Ruhe ihr Narren!“, rief der Anführer aufgebracht. Als Peter und Angelika noch 100m von den Klippen entfernt waren, brausten ihnen die beiden anderen Boote entgegen. „Verflixt“, fluchte Peter. Die einzige Möglichkeit war, anzulegen und über das Land zu fliehen. Also steuerte Peter das Boot Richtung Ufer. Es krachte, als das Boot den Boden berührte. Die beiden kletterten das steile Grasufer hinauf. „Wir müssen den Damm erreichen“, keuchte Peter. „Dort ist eine alte Höhle.“ Als sie das Ufer erklommen hatten, sprinteten sie zu dem besagten Damm. Die Höhle war eine kleine Touristenattraktion. Für 15$ konnte man sie besichtigen. Angelika Legte 30$ auf den Tresen, hinter dem ein Mann mit einer dicken Zigarre saß und schnarchte. Danach rannten sie in die Höhle. Ein hölzerner Steg führte in die Höhle. Am Eingang stand eine kleine Bude, die Souvenirs von der Höhle und Landkarten von der Umgebung verkaufte. „Und was genau machen wir jetzt hier?“, erkundigte sich Angelika. „Wir warten, bis keine Leute mehr hier sind.“, antwortete Peter. „Wenn der Wachdienst kommt, verstecken wir uns.“ „Und wozu?“ „Das wirst du dann sehen.“ Also liefen sie ein bisschen in der Höhle herum, erzählten sich etwas, Peter rief seinen Freund Heiner an, das er sich hinter dem Deich mit seinem Laster bereithalten sollte, und so weiter und so fort. Moment mal! Ein Freund sollte sich mit einem Laster bereithalten? Na, das werden wir dann ja sehen. Mittlerweile ist es 6:30 Uhr geworden. Um 6:30 Uhr schloss die Höhle. „Wie? Schon 6:30 Uhr? Dann schnell verstecken!“, flüsterte Angelika. Also kletterten sie über das Geländer des Holzsteges und zwängten sich darunter. Genau in dem Moment, in dem Peter die Füße einzog, marschierte der Mann mit der Zigarre, der vorhin hinter dem Tresen geschnarcht hatte über ihn hinweg. Einen Moment blieb er stehen und fragte sich selbst: „War da was?“ Aber nach dem er eine Weile gehorcht hatte, meinte er: „Nein, das kann nicht sein!“ Peter wagte unter ihm kaum noch zu atmen. Er roch seinen sauren Atem. Angelika, die hinter ihm lag, war auch wie versteinert. Nachdem sich der Mann davon überzeugt hatte, dass wirklich niemand mehr in der Höhle war, ging er wieder hinaus und schloss das große Stahltor ab. Als Angelika hörte, wie ein Motor gestartet wurde, krochen die beiden wieder unter dem Steg hervor. Vorsichtig schlich Peter den Steg entlang, bis er schließlich stehen blieb. Er holte sein Taschenmesser hervor, und hebelte damit eine Klappe auf. „Da rein“, sagte er zu Angelika. Sie kletterten Durch die Luke, die zu einem Gang führte. Den gingen sie entlang. Er mündete in eine Höhle. „Der Geheimdienst benutzt sie schon lange nicht mehr.“, sagte Peter. „Erstaunlich!“, meinte Angelika. Sie gingen durch die Höhle zu einem geheimen Ausgang wo Heiner mit dem Laster wartete. Als sie die Luke aufstießen, stand direkt vor ihnen ein Rot-Schwarz-Blau lackierter aufgemotzter Laster. Es war ein schwerer 10-Tonner. Das Seitenfenster wurde heruntergekurbelt und es erschien ein Gesicht mit hoher Stirn, Sonnenbrille auf der dicken Nase und einem Baseball-Käppi verkehrt herum auf dem Kopf, unter der Rastalocken hervorquollen. „Wohin soll`s gehen“, fragte der Mann. „Zum Hafen auf der anderen Seite der Insel“, Heiner. „Dann springt rauf!“ Die beiden kletterten ins Führerhaus und der Laster fuhr mit quietschenden Reifen zum Hafen. Das Heiner immer zu schnell fuhr, war ihm zur Leidenschaft geworden. „Ich will nicht noch mal Franco begegnen“, bekannte Angelika. „Keine Angst!“, beruhigte ihn Peter. Als sie im Hafen angekommen waren, sah sich Peter erneut nach einem Boot um. Sie fanden einen alten Fischkutter, den sie billig von einem Kapitän Namens P. C. Williams mieten konnten, mit dem sie zur Insel tuckerten. Dort angekommen sahen sie sich erst einmal um. Überall lagen verwesende Leichen. Angelika wäre fast über ein Skelett gestolpert. Die letzten Meter mussten sie höllisch aufpassen, da überall Tellerminen lagen. „Der versteht keinen Spaß!“, bekannte Peter. So gingen sie vorsichtig zwischen den Minen entlang. Plötzlich machte es Klick. Im nächsten Moment schrie Peter: „Keine Bewegung!“ Angelika war aus Versehen auf einen Auslöser getreten. Langsam näherte sich ihr Peter. Vorsichtig bewegte sie ihren Schuh nach links, so dass sie nur noch halb auf dem roten Knopf stand, während Peter einen dicken Ast auf den Knopf legte, damit er gedrückt blieb. „Kannst jetzt vorsichtig weitergehen“, entwarnte Peter sie. „Das ist unsere Lebensversicherung!“ Also gingen sie weiter. „Pass auf, wo du hintrittst.“ Sie kamen bis zum Berg ohne weitere Vorfälle. Allerdings wurde es jetzt richtig gefährlich. Das Haus hing an Ketten über einer Schlucht. „So wie ich den Einsiedler kenne, hat der garantiert einen Selbstzerstörungsmechanismus!“ „Du kennst ihn doch gar nicht.“ „Egal.“ Also kletterten sie mit höchster Vorsicht weiter. Als sie an der Schlucht angekommen waren, fragte Angelika: „Und jetzt?“ „Weiter.“, entgegnete Peter, und holte eine kleine Kugel hervor, die einen Knopf besaß.
Das Boot
Teil 3 Peter drückte auf den Knopf, die Kugel klappte auf. In der Kugel lagen zwei Seile. Jeder nahm sich ein Seil, an deren Ende ein Wurfanker befestigt war. Peter zielte auf den Schornstein. Er warf das Seil und es ringelte sich um den Schornstein. Er befestigte das andere Ende an einem Felsvorsprung. Dann hangelte er sich hinüber zum Haus. Doch plötzlich hielt er inne. Seine Hände verweigerten ihm, weiter zu klettern. So sehr er sich auch anstrengte, es ging nicht. Der Schweiß rann ihm übers Gesicht. Er war gezwungen, wieder zurück zu klettern. Vom Berg aus riefen sie einen Hubschrauber, dass er sie dort abholen sollte. Nach zwei Stunden Wartezeit landete ein Hubschrauber auf dem Berg. Rasch stiegen sie ein. Im nächsten Moment hob er mit ihnen wieder ab. Als sie ungefähr 15m über dem Berg schwebten, krachte es fürchterlich. „Der Stock hat sich gelöst.“, witzelte Peter. „Richtig“, entgegnete Angelika ernst. Sie flogen wieder zum Hafen, mittlerweile war es Mittag geworden. Sie gingen am Kai entlang, und unterhielten sich über die Insel. „Wie kommen wir jetzt zur Insel?“, fragte Peter Angelika. „Ich schlage vor, wir mieten uns ein Wasserflugzeug.“ Also machten sie sich auf die Suche. Sie gingen den Hafen weiter entlang, und fanden schließlich einen alten Kapitän, der in den Urlaub fuhr, aber nicht genug Geld hatte, und deshalb sein Flugzeug vermietete. Er sagte mit rauer Stimme: „Aber passt gut auf den alten auf, ich hab ihn eigenhändig getunt und verbessert.“ „Gut, genau so etwas haben wir gesucht!“ Wenig später saßen sie in der fetzig lackierten Maschine. Der Pilot sagte ihnen nochmals, dass sie vorsichtig sein sollten. Wenig später starteten sie. Der Motor knurrte wie ein Tiger, wenn er geärgert wird. Als sie nach einer halben Stunde Flugzeit vor der Insel landeten, sagte Peter zu Angelika, jetzt nehmen wir Jetpacks, sonst wird es auf die Dauer zu gefährlich. Allerdings legte 10 Minuten später ein Schlauchboot des türkischen Geheimdienstes an. Männer mit gezückten Pistolen marschierten auf die Insel. Angelika und Peter flogen nichtsahnend dicht über dem Boden den Berg von Micell hinauf. Als sie an der Schlucht angekommen waren, flogen sie hinüber zum Haus. Sie landeten vorsichtig auf dem Balkon, auf dem ein langsam verwitterndes, riesiges Teleskop stand. Die Männer schlängelten sich inzwischen zwischen den Minen hindurch. Angelika stieß die Holztür zum inneren der Hütte auf. Es empfing sie ein halb dunkles Schlafzimmer. Peter holte eine Taschenlampe aus seinem Rucksack und leuchtete damit das Zimmer aus. Es stand eine alte Kommode aus Kiefernholz an der Wand. Gegenüber erblickten sie ein altes Bett aus Kupfer. Das Metall war auf Hochglanz poliert. Auf der Kommode stand ein Schmuckkästchen aus Messing und ein alter Spiegel mit Holzrahmen. Das Bett war ordentlich gemacht und das Kissen aufgeschüttelt. Am Ende des Zimmers führte eine schwere Eichenholztür, in die wilde Zeichnungen geritzt waren zum Labor des Einsiedlers. Sie gingen durch die Tür. Peter knipste das Licht an und Neonröhren, die von den Decken hingen flackerten auf. Peter sah sich im Labor um. Es herrschte ein heilloses Durcheinander. Reagenzgläser lagen in tausend Teile zerschmettert auf dem Boden. Behälter lagen auf dem Boden, ihr Inhalt lief aus und bildete kleine rauchende Pfützen. Es gab einen mit Papieren überschwemmten Schreibtisch. Und auf dem Schreibtischstuhl hing eine halb zerfetzte Leiche. Das Blut, das aus ihr heraustropfte, bildete unter dem Stuhl kleine Seen. Peter sah hinter einem schief herunter hängendem Bild etwas eisernes glänzen. „Das muss der Tresor sein!“, schoss es Peter durch den Kopf. Er holte den digitalen Dietrich hervor und öffnete damit den Tresor. Darin sah er ein zusammen gerolltes Stück Papier. Das Testament!!“, schrie er durch das gesamte Haus. Angelika meinte in süßlichem Ton: „Gib mir doch einmal das Testament!“ Doch als Peter ihr das Testament gegeben hatte, hielt sie ihm eine Pistole unter die Nase. „Das wird Mr. Cortesi sicher freuen.“ Jedoch gerade, als sie flüchten wollte, stürmten die Männer das Haus. Sie ließ den Schrieb fallen, Peter fing ihn auf und stürmte hinauf zum Balkon. Peter rannte die nicht gerade mageren Männer einfach um. Wie ein Affe kletterte er blitzschnell die Seile hinauf. Gerade, als er sich über die Kante zog, explodierte das Haus und die Überreste fielen in den Abgrund. Als er nach oben sah, erblickte er einen Bomber, der Richtung Hafen flog. Allerdings flog er so präzise, als ob er ferngesteuert würde. Er dachte nicht weiter daran und beorderte erneut einen Hubschrauber, der ihn von dem Plateau, auf dem er stand, abholen sollte. Als er ankam, stieg er grübelnd ein, ehe der Hubschrauber gelandet war. „Zum Hafen, bitte.“, sagte er freundlich zum Pilot. Es war recht gutes Wetter, der Hubschrauber kam gut voran. Doch als er landete, bot sich Peter kein entzückendes Bild. Alles war zerschmettert, ins Hafenbecken gefallen und alle Schiffe waren gesunken.
„Als wenn jemand eine Bombe gezündet hätte.“, bemerkte Peter. „Ich Dummkopf!!! Der Bomber war ferngesteuert!“ Die armen Menschen! Und er kreiste immer noch über dem Hafen. Doch plötzlich regte sich etwas. Überall krochen Leute hervor. Auch Mr. X. Er sagte zu Peter: „Herzlichen Glückwunsch!!! Sie haben diese Mission erfolgreich beendet. Als Lohn dürfen sie ab jetzt in unserer Hauptzentrale arbeiten. Wir nennen sie: Das Boot!!! „
Ende
|